Warum spenden Menschen?

Regisseur Jos Stelling erzählte der niederländischen Tageszeitung Trouw von seiner vierzigjährigen Beziehung zu seiner Liebsten. Einer Beziehung, die auf Freundschaft basiert – und das ist womöglich die höchstmögliche Form der Liebe, so unser Befragter. Aber Stelling sprach weiter über die Liebe und sagte dann etwas, das eine Lektion für alle Spendensammler ist:

„Alle anderen Handlungen, die liebevoll erscheinen, haben oft einen Hintergedanken. Kürzlich bin ich ein paar Schritte zurückgegangen, um einem Bettler zwei Euro zu geben. Das klingt großzügig, ist es aber nicht, denn es gibt mir ein gutes Gefühl, diesem Bettler zu helfen. Reines Eigeninteresse.“

Die Menschen spenden hauptsächlich, um sich selbst gut zu fühlen
Das ist es, was ich den Kolleginnen und Kollegen in meinen Workshops und Schulungen zum Thema Spendensammeln vermitteln möchte. Ich hätte diese allgemeingültige Regel für Spendenaktionen nicht besser formulieren können.

Reines Eigeninteresse

Ihre Aufgabe als Spendensammler

In meinen Workshops schildere ich meinen Zuhörerinnen und Zuhörern daraufhin die Rolle, die sie als Spendensammler haben: Sie müssen bei ihren Spenderinnen und Spendern ein gutes Gefühl auslösen. Aber wie macht man das? Es ist wichtig, dabei folgende Formel einzuhalten:

Bitten – Danken – Berichten

Die richtige Art, um Unterstützung zu bitten, ist, den Spenderinnen und Spendern ein Problem vor Augen zu führen, das sie lösen können. Sie, nicht Ihre Organisation. Man muss ihnen vermitteln, dass sie das Leben eines Menschen zum Besseren wenden können.

Ein Dankeschön an die Spenderinnen und Spendern sollte schnell und vor allem persönlich und herzlich erfolgen.

Mittels einer Rückmeldung zeigen Sie, dass die Spenderin/der Spender tatsächlich einen Unterschied im Leben eines anderen Menschen bewirkt hat (auch hier: nicht der Unterschied, den Ihre Organisation bewirkt, sondern die Spenderin/der Spender).

„Wow! Dank mir hat jemand ein besseres Leben.“

Machen Sie Ihre Spender zu den Helden Ihres Anliegens und vermitteln Sie ihnen ein gutes Gefühl – dann sind sie bereit, mehr zu geben.

Win-Win-Situation

Ich beende meine Workshops immer mit einer Folie mit einem Smiley. Der Text dazu lautet:
„You are in the business of selling happiness to your donors.”

So klingt der Job doch gleich viel besser, nicht wahr?

Erfüllen Sie diese Rolle und Sie werden als Spendensammler mehr Erfolg haben.

Viel Spaß beim Verkaufen von Glück.

 

 

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